Tag 55: Kalte vs. heiße Kulturen

Regelmäßig liege ich in letzter Zeit den Leuten in den Ohren mit Dingen, die ich an der Uni gelernt hab. Was soll ich FH-Kind auch machen, anstatt einfach nur begeistert zu sein von für mich neuen Ideen und Wissen?

Gestern wurde mir etwas über kalte bzw. heiße Kulturen und generell gesellschaftliche Sozialisation beigebracht, das ich gerne teilen möchte. Keine bahnbrechenden Neuigkeiten zwar, aber doch eine Erkenntnis, die man vielleicht nicht mal schnell beim Duschen (für mich der Ort aller Erkenntnis) hat:

Hot or not?

  • „Kalte Kulturen“: Die Sozialisation ist sehr klar reglementiert und großteils konfliktfrei. Keine größeren Konflikte zwischen Eltern und Kindern. Zum Beispiel in tribalen und frühmittelalterlichen Kulturen.
  • „Heiße Kulturen“: Gesellschaftlicher Wandel vollzieht sich rasant. Zwischen den Generationen verhältnismäßig große Diskrepanzen. Große Anpassungskonflikte.

Inzestverbot als erstes Gesetz

Das Inzestverbot war wohl das erste Gesetz der Menschheit. No na, sagen wir heut vielleicht, das macht man ja auch nicht. Die Frage ist aber: Woher kommt das eigentlich? Denn ganz offensichtlich – sonst wär es ja auch im Tierreich so – ist es keine Frage des Instinktes, sondern eine gesellschaftliche. Durch dieses Verbot definiert sich nämlich das Konstrukt der Verwandtschaft. Welches somit keine biologische, sondern eine sozial definierte Angelegenheit ist.

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