Tag 42: Homeland

Ich war krank. Und was macht man, wenn man krank ist? Richtig, mehrere Staffeln einer Serie anschauen. Bei mir war´s Homeland.

Homeland (Wikipedia Artikel verlinkt – Spoiler-Altert) ist keine neue Serie – Premiere in den USA war schon 2011. Seit ein paar Monaten wird sie aber auch in Österreich total gehyped. Ungefähr alle meine Bekannten haben sie schon gesehen. Ich fange ungern neue Serien an, weil ich meistens extrem süchtig werde und immer noch eine und noch eine Folge anschaue, bis Tage vorbei sind. Ich habe also weder Breaking Bad, noch Game of Thrones gesehen. Aber warum keine neue Serie, wenn man gerade mal Zeit hat. Zweieinhalb Staffeln habe ich mir also innerhalb von zwei Tagen gegeben. Fazit: Kann man sich anschauen.

Homeland Screenshot

Aber: Homeland ist komisch

Die Serie gefällt mir, sonst würde ich sie nicht schauen. Aber einige Dinge kommen mir doch recht spanisch – oder soll ich sagen amerikanisch – vor:

  • Das Verhältnis zwischen den USA und den islamischen Ländern: Einerseits werden beide kriegsführenden Seiten relativ realistisch dargestellt – es wird zum Beispiel also nicht verschwiegen, dass es auf beiden Seiten „Gut und Böse“ gibt; Kriegsverbrechen begangen werden. Andererseits kommen dann von amerikanischen Charaktären immer wieder Sprüche wie: „Die Moslems wollen uns alle umbringen.“ Ja, ich weiß eh, das soll das echte Leben darstellen, aber irgendwie bekomm ich das Gefühl nicht los, dass auch die Macher der Serie Fans des „War on Terror“ sind. Ich kann mich natürlich auch irren.
  • Das Verhältnis zum Islam generell: Einerseits sehr offen – Moslems werden als Partner für die Zusammenarbeit akzeptiert und ihnen wird vertraut. Andererseits wird Moslem auch oft gleichgesetzt mit Terrorist. Wie vorher schon erwähnt, ja es spiegelt sicher die Realität wieder, trotzdem bleibt bei mir da ein komisches Gefühl der ganzen Serie gegenüber.
  • Namen: Frauen werden alle beim Vornamen genannt, Männer tendenziell eher beim Nachnamen und bei Terroristen bzw. arabisch klingenden Namen wird immer der volle Name ausgesprochen. Ist mir einfach aufgefallen, finde ich komisch.
  • Die Tochter: Sie ist mit ihren 16 Jahren so etwas wie die moralische Instanz der ganzen Geschichte. Sie will immer das richtige tun, mag nicht belogen werden und ist aber trotzdem immer Opfer. Obwohl sie glauben will, dass ihr Vater kein Terrorist ist, gibt sie ihm keine Chance mit ihr zu reden. Finde ich auch nicht sehr glaubwürdig, aber vielleicht liegt’s an mir.
  • Der Vorspann: Bilder von einem Kind, dass vielleicht Hauptdarstellerin Clare Danes sein könnte. Man weiß es aber nicht.

Alles in allem ist die Serie aber wie gesagt sehr unterhaltsam. Ein absoluter Tipp für Tage, an denen man eh nichts besseres zu tun hat.

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4 Gedanken zu “Tag 42: Homeland

  1. Ich glaube Homeland schaue ich mir mal an 🙂
    Welche Serie ich selber sehr empfehlen kann ist „Lost“.
    Allerdings ziemlich zeitaufwendig, da sehr lang.

    Ist aber unglaublich gut gemacht und an Spannung nicht zu überbieten.
    Am Anfang die unspektakuläre Strandung auf einer verlassenen Insel, aber nach einigen Folgen will man nicht mehr aufhören zu gucken.

    Meiner Meinung nach die beste Serie die ich je gesehen habe!

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