Tag 39: Frankfurt anschauen

Das erste Mal in Frankfurt und das erste Mal nicht-beruflicher Natur allein auf Reisen: Vergangenes Wochenende habe ich einen Programmier-Workshop besucht und gleich noch zwei Stadtkennenlerntage drangehängt.

Um nicht zu lügen, muss ich zugeben: Ich war schon vor circa sieben Jahren einmal in Frankfurt. Am Flughafen. Damals wollte ich unbedingt Flugbegleiterin bei Lufthansa werden – der Uniformen wegen und um die Welt zu sehen. Da ich beim Assessment Center unglücklicherweise den Eindruck des Dummerls vom Lande – trotz extra gekauftem schicken, engen Kostüm und Hochsteckfrisur von Mama – gemacht habe, wurde es damals nichts mit dem Jetset-Leben. Gut, ich bin dann eben auf die Uni. Sicher auch keine schlechte Wendung. Aber zurück zu Frankfurt: Damals habe ich das Flughafengelände nicht verlassen, diesmal sollte sich das ändern.

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Das New York Deutschlands

Aufgrund seiner Wolkenkratzer wird das nicht einmal 700.000 Einwohner kleine Frankfurt am Main oft als das New York Deutschland bezeichnet. Zuerst habe ich darüber gelacht, als ich dann aber in einem kleinen Park bei den hohen Gebäuden spaziert bin, habe ich mich doch ein bisschen wie im Central Park gefühlt.

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Was New-York-mäßig auch mithalten kann, ist das Viertel, das ich für die drei Tage mein Zuhause nennen durfte: das Bahnhofsviertel. Zwischen Junkie-Treffpunkten und Rotlicht-Etablissements befindet sich das Five Elements Hostel. Da die Adresse in der Moselstraße nicht die beste der Stadt ist, dachten sich die Hostelbesitzer wohl, hier etwas wettmachen zu müssen. Und das ist gelungen. Eine wirklich feine, zwar sehr basic ausgestattete, aber gemütliche Unterkunft mit freundlichen Mitarbeitern und fast ausschließlich Backpackern als Gäste. Mein Highlight: Der Aufenthaltsraum im Erdgeschoss, der dank verspiegelter Scheibe eine perfekte Aussicht auf die Geschehnisse in der Moselstraße bietet.

Frankfurt

Allein unterwegs sein

Am Ankunftstag war ich allein unterwegs, was schon etwas ungewohnt war. Weil man ja niemanden hat, mit dem man die Eindrücke besprechen, sich austauschen könnte. Was für einen Tag lang ja nicht so schlimm wäre, aber da ich mir gedacht habe, dass ich auch noch den Sonntag alleine verbringen werde, habe ich mir ehrlich gesagt schon jemanden hergewünscht. Ich Memme. Im Nachhinein betrachtet war´s schön. Ich bin herumgewandert, hab mir die Altstadt angeschaut, den Eisernen Steg, habe in der Sonne Kaffee getrunken und gelesen.

Frankfurt

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Am Sonntag war ich mit Justyna unterwegs. Sie war extra für den Workshop aus Polen angereist und da wir beide im Bahnhofviertel und beide in Schlafsälen untergekommen waren, hatten wir gleich etwas, das uns verbindet. All zu viel Sightseeing haben wir zwar nicht gemacht, aber dafür sehr viel gequatscht. Und schlussendlich machen ja Begegnungen Städte und Reisen aus und nicht irgendwelche Gebäude.

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