Tag 25: Wandertour im Raxgebiet

Von einer Wandertour und vom Aufgeben aus Vernuft, könnte der Titel des Artikels genauso lauten. Gestern bin ich zu einer neuen Tour im Raxgebiet aufgebrochen. Das Ziel: Die Heukuppe.

Seit mein Reisepartner und ich beschlossen haben, dass wir auf der Weltreise einen beträchtlichen Teil trekkend verleben wollen, gehen wir auch hier jedes Wochenende wandern. Die 10-Tage-zu-Fuß-durch-Nepal-Tour zur ersten Wandertour seit längerer Zeit zu machen, scheint uns nämlich  nicht sehr schlau. Von Wien aus sind wir gestern also in die Steiermark gefahren zum Ausgangspunkt Preiner Gscheid. Die Tour sollte dann über den Gretchensteig zur Heukuppe, zum Karl Ludwig Haus, über den Predigtstuhl und Waxriegelsteig zum Waxriegelhaus und schließlich wieder zum Ausgangspunkt führen. Gefunden haben wir die Route auf Harald Weissenböks Berg-Blog.

Unerreichbare Heukuppe

Am Anfang führt der Weg durch den Wald, dann durch Latschen. Was im Sommer sicher ohne Mühe zu bewältigen ist, gestaltete sich durch den Schnee als etwas mühsam. Ständig muss man stapfen und manchmal rutscht man auch zurück oder aus. Tja, Winter halt. Trotzdem hat mich das gestern genervt – vor allem da ich nicht in Höchstform war. Ich habe es auf´s Blutspenden Ende letzter Woche geschoben, aber keine Ahnung, woran es wirklich lag.

Als wir dann kurz vor dem Klettersteig zur Heukuppe angekommen waren, wurden wir jedoch mit tollen Ausblicken ins Tal und auf eine mächtig aufragende Felswand belohnt.

Aufstieg zur Heukuppe

Aussicht Raxgebiet

Eine kleine Rast mit Ausblick später sind wir zum Einstieg des Klettersteiges gestapft. Und ja, die gleiche Krise, die ich gerade beim Ansehen des Bildes habe, hatte ich auch beim Hinaufsteigen. Obwohl es jetzt schon ein bisschen wilder ausschaut, als es tatsächlich war.

Aufstieg Schnee

Klettersteig Heukuppe

Man sieht eigentlich von weiter unten schon, dass der Steig ziemlich eingeschneit ist – ich hab mich jedoch trotzdem überreden lassen, weiter zu gehen, um „zumindest einmal zu schauen, wie es ausschaut“. Eine mäßige Krise später, als ich sehen konnte, dass sogar die Seilsicherungen unter ziemlich viel Schnee eingegraben waren, sind wir schließlich wieder umgekehrt. Mein Credo als mittelmäßig erfahrende Berggeherin: Wenn jemand wo ein Seil hingemacht hat, hat er oder sie sich etwas dabei gedacht. Wenn das Seil eingeschneit ist, kann man sich dort, wo sich dieser Jemand gedacht hat, dass es besser wäre sich festzuhalten, nicht festhalten. Also: Umdrehen. Vielleicht sehe ich das ja in Zukunft – um einige Touren reicher – ja anders.

Wir sind dann jedenfalls auf demselben Weg wieder zurück, bis zu einer Weggabelung und somit zu einem Weg, der uns dann doch noch zum Waxriegelhaus geführt hat. Dort haben wir uns ein Abstiegs-Weizen gegönnt und sind anschließend ganz abgestiegen.

Abstiegsbier

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