Tag 23: 10 Wege, um zu pausieren

Wenn man so wie ich die Verantwortung hat, sich den Tag und die jeweils fälligen Aufgaben selbst einzuteilen, kommen Pausen oft zu kurz. Noch öfter merkt man beim Arbeiten, dass nichts weitergeht und dass man eigentlich eine kurze Auszeit bräuchte. Es gibt wenige Sachen, die man dann machen sollte, jedoch unzählige, die man tun kann:

1. Eine Liste machen.

So viele schöne Aufgaben, die es zu erledigen gibt – einfach mal eine Liste draus machen und dann abhaken, was alles erledigt ist. Man hat so zwar Pause vom Arbeiten, aber Erholung ist das keine. Eher Stress. Weil man sieht, dass man schlussendlich eh nicht fertig wird mit allem. Ich falle trotzdem immer wieder auf mich selbst rein und so ist das hier heute schon die zweite Liste, die ich aufsetze.

Erholungsfaktor: -7

2. Eine spaßige Aufgabe erledigen.

Und dieser Beitrag ist auch das perfekte Beispiel für Punkt 2. Damit ich eine Pause von den „ernsten, wichtigen, deadlinebestitzenden“ To Do´s der vorher erwähnten Liste habe, schreibe ich lieber. Natürlich stand „Blogeintrag schreiben“ auch drauf. Gleich abhaken.

Erholungsfaktor: +3

3. Etwas lange hinausgeschobenes Einfaches erledigen.

Den lange fälligen Arzttermin vereinbaren? Ein Paket von der Post holen? Wäsche aufhängen? Jemandem auf Facebook auf eine Frage zurückschreiben? Mitsamt einfache Dinge, die eh irgendwann erledigt werden müssen. Warum also nicht jetzt? Genau! Die Pause dauert dann halt nur eine Minute oder vielleicht auch ein bisschen länger – je nachdem wie viel Hinausgeschobenes sich angestaut hat.

Erholungsfaktor: 0

4. Etwas Sinnloses tun.

Quizduell, Bitstrips, Facebook, Twitter, im schlimmsten Fall auch Foursquare checken… Passiert viel zu oft einfach aus Gewohnheit. Das ist böse! Das ist keine Pause!

Erholungsfaktor: -1

5. Jemand anderen ablenken.

Sollen wir einen Kaffee trinken? Gute Idee, ich bin auch schon müde. Darauf lässt man bestenfalls eine 15- bis 30-minütige Quatschpause folgen. Erst darüber, dass man eh gut vorankommt. Dann darüber, was man noch machen muss. Dann über den Kaffee. Dann über die Wochenendpläne. Dann über irgendwas Tiefgründiges. Wenn man schließlich alles durch hat, geht es wieder zurück auf den Platz und zurück zur Aufgabe.

Erholungsfaktor: +8

6. „Weiterarbeiten“.

Auch eine Möglichkeit, wenngleich keine gute Idee: Sich zwingen trotzdem weiterzuarbeiten, aber mit weniger Lust, Elan, Ideen, Energie. Das strengt natürlich nicht so an, als wenn man sich komplett auf die Aufgabe konzentriert und sein Hirn auch wirklich benützt. Aber erholen tut es andererseits auf keinen Fall. Und es geht auch nichts weiter. Also: Lieber nicht.

Erholungsfaktor: 0

7. Essen, Trinken.

Auf der Bibliothek: Rein zum Billa, raus mit Brot, Aufstrich, Fruchtsaft und Süßem. Oder zuhause: Nudeln kochen, Pesto drüber. (Nur keine Zeit verschwenden.) Dann hinsetzen und genießen. Dabei vielleicht fernsehen oder irgendein Magazin lesen oder in die Luft schauen. Essen und trinken gibt neue Energie und ist generell einfach toll. Was mich als einziges schon länger stört: Anstatt „Brot mit Scheiß“ (Zitat meiner Bibliotheks-Genossin) würden wir viel lieber was richtig Gutes zu Mittag essen. Deshalb reden wir schon länger darüber, dass wir uns doch einfach Restaurants mit Mittagsmenüs in der Umgebung raussuchen könnten. Das kommt gleich auf meine Lernliste!

Erholungsfaktor: +6

8. Sich bewegen.

Das hat mir meine Mama früher beim Lernen schon immer empfohlen: Wenn nichts mehr in den Kopf geht, geh eine Runde spazieren. Es wirkt wirklich Wunder. Ob eine Runde durch die Nationalbibliothek – in Richtung Papyrussammlung, wo man dann ohne Eintrittskarte doch nicht reinkommt… – oder einmal um den Block oder doch eine Stunde ins Fitnessstudio – alles hilft.

Erholungsfaktor: +10

9. Nichts tun.

Und da wären wir beim Lernpunkt des heutigen Tages angelangt: Einfach einmal nichts tun. Gar nichts. Darin bin ich besonders schlecht. Aber heute habe ich mich ein paar Minuten dazu gezwungen: Sitzen und schauen. Sitzen und schauen. Und siehe da: Die einzig richtig wahre Pause von allem ist ein Wunderwuzzi.

Erholungsfaktor: +10

10. Schlafen.

Hier ist wohl kein Kommentar nötig.

Erholungsfaktor: +11

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s