Tag 17: Leseliste „Die irgendwie richtige Richtung“

Ich führe eine Leseliste, auf welcher momentan 15 Titel darauf warten, von mir angefangen oder fertig gelesen zu werden. So auch „Die irgendwie richtige Richtung“ von Gideon Lewis Kraus.

Einen Auszug des Buches habe ich schon im Sommer gelesen – damals hat ein kleines Heftchen mit ein paar Seiten des Buches auf der Neon geklebt. Da ich autobiografische Reisegeschichten liebe – ich würde gerne so wie oder auch gerne mit Helge Timmerberg oder Andreas Altmann um die Welt reisen – hat mir auch dieses Buch gleich zugesagt. Wurde somit in die Leseliste aufgenommen.

Leseliste führen

Wie oft habe ich mir in Vor-Leselisten-Zeiten gedacht „ah, dieses Buch muss ich lesen“, um Titel und Autor im nächsten Moment gleich wieder zu vergessen und Stunden damit zu verbringen, zu versuchen mich krampfhaft zu erinnern. Manchmal sind mir die Bücher wieder eingefallen – oft auch nicht. Und bei manchen Exemplaren versuche ich nach Jahren noch, das Gedächtnis wieder zu finden. Zum Beispiel im Falle eines Buches, das von Alpträumen handelt und auf dessen schwarzem Cover ein Nachtfalter abgebildet ist. Auch Freund Google konnte mir bisweilen nicht helfen… Aber, diese Zeiten sind vorbei. Nun schreibe ich alle Objekte der Begierde ganz penibel formatiert in meine „Books to read“ Evernote-Liste. Mit dem heutigen Stichtag sind das neben Lewis Kraus:

  • Tagebuch der Anne Frank – fertiglesen
  • Köhlmaier: Die Abenteuer des Joel Spazierer – fertiglesen
  • Lee: An einem hellen Morgen ging ich fort – vergriffen
  • Fermor: Die Zeit der Gaben – vergriffen
  • Zweig: Reisen oder Gereist werden – vergriffen
  • Schroske: Wien. Geist und Gesellschaft im Fin de Siecle – nur auf Englisch gefunden
  • Negroponte: Being digital
  • Berkun: The Myths of Innovation
  • Gaiman: Good Omens, Neverwhere
  • Anekdoten eines Weltbürgers – nach der Aufnahme in die Liste nicht mehr gefunden
  • Glavinic: Die Arbeit der Nacht
  • Bolaño: 2666

Man sieht, es wird nicht leicht, die Liste abzuarbeiten. Aber irgendwann schaffe ich es bestimmt. (Tipps, wo man Bücher herbekommt oder weitere Leseempfehlungen werden dankend entgegengenommen.)

Gideon Lewis Kraus

kindle

Lewis Kraus hatte nur im Auszug Ähnlichkeiten mit Altmann und Timmerberg. Auf den zweiten Blick merkt man sofort, dass ihn 30 Jahre von den beiden trennt. Was per se nicht schlimm ist, jedoch ist mir Lewis Kraus viel zu sehr „Ausdrücker meiner eigenen Generation“, wenn man das so sagen kann. Die Beschreibungen seiner Pilgerreise auf dem Jakobsweg – die er als Ausbruch aus einem Leben in Berlin sieht, dass von Nichtstun geprägt ist und welches wiederum  einen Ausbruch aus seinem vorigem Leben in San Francisco bedeuten sollte – erinnern mich viel zu sehr an meine Gedanken und Gespräche mit Leuten in meinem Alter, als dass sie irgendwie inspirierend sein könnten. Und Inspiration erwarte ich schlussendlich von jedem Buch; zumindest ein ganz kleines bisschen. Ich glaube sogar, langsam nervt mich das Getue dieser, meiner Generation – wobei ich mich selbst nicht ausnehmen möchte – die hauptsächlich lamentiert. Und zwar darüber, dass sie die hohen Ziele, die sie sich gesteckt hat, nicht sofort erreicht und dass sie sich nie selbst gerecht werden kann. Schlussendlich frage ich mich bei solchen Büchern, zum Beispiel auch „Echtleben“ von Katja Kullmann, und auch beim relativ populären YouTube Video, in welchem  Julia Engelmann beim Poetry Slam auftritt: Bin ich Teil einer Generation, die sich so viele Gedanken über den eigenen Lebensweg macht, dass sie darüber vergisst, ihn einfach zu gehen?

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s